Ambrosis: das Miasma der Getrenntheit verstehen
- Kati Kohlmann
- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit
Liebe Freunde der Homöopathie und Heilkunst,
sich für den Frieden zu entscheiden ist ein aktiver Entschluss. Ihn aufrechtzuerhalten heißt, ihn zu praktizieren – in mir und um mich herum.
Doch was ist die Voraussetzung dafür, dass in meiner Gedanken- und Gefühlswelt eine stille Energie herrscht?
Annahme. Und Akzeptanz dessen, was ist.
Welche Situation auch immer gerade da ist, sie ist bereits da. Eine düstere innere Haltung vermag daran nichts mehr zu ändern.
Was wir gestalten können, ist der nächste Moment. Ihn erschaffen wir immer wieder neu, mit unseren Einstellungen, Absichten und Gedanken. Wir können besonnen bleiben, in uns friedlich, und gleichzeitig entschieden unserem Weg folgen. Beides schließt sich nicht aus.
Was die Ambrosis übersieht
Der Mensch, der tief in die Ambrosis verwickelt ist, macht in der Getrenntheit einen bestimmten Fehler. Er übersieht, dass wir eins sind.
Er glaubt nicht, dass seine Geisteshaltung Einfluss auf das große Ganze hat.
Die Ambrosis ist das Nichtsehenwollen, dass wir gleich sind. Dass wir hier sind, um einander zu dienen und zu helfen. Wer nur seine eigene Größe sucht, sät auf diesem Weg viel Leid – und sucht danach verzweifelt einen Ausweg.
Ein Bild aus dem Meer
Vertraue in das Auf und Ab der Wellen des Lebens, auch wenn sie stürmisch und unwegsam scheinen.
Reite sie besonnen. Wissend, dass unter der Oberfläche die unendliche Stille des Ozeans in all ihrer Weite friedlich ruht.
Von dort aus erscheinen die Wellen da draußen wie ein leichtes Gekräusel, das Du, tief in der Stille verankert, beobachtest.
Dieses Bild gehört zu einer Substanz. Ambra grisea ist eine Ausscheidung des Pottwals, die auf dem Meer treibt und lange im Salzwasser und im Licht reift, bevor sie an Land kommt. In der Materia medica hat sie ihren Platz seit Hahnemann.
Wie jedes Arzneimittelbild ist auch dieses zuerst ein Bild. Ob es zu einem Menschen gehört, entscheidet sich nicht am Bild, sondern am Menschen – und diese Entscheidung gehört in die Hände eines erfahrenen Homöopathen.
Wir sind Frieden, und deshalb ist er.
Eure Kati
Kati Kohlmann ist seit 1999 als Heilpraktikerin tätig und führt ihre Praxis in Blankenhain. Seit Oktober 2012 leitet sie dort die Schule für Homöopathie und Heilkunst. Dieser Text ersetzt keine ärztliche Diagnose und keine ärztliche Behandlung.



Kommentare