Arsenicum, Gelsemium, Streptococcinum unterscheiden
- Kati Kohlmann
- vor 1 Stunde
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Liebe Freunde der Homöopathie und Heilkunst,
dieser Text stammt aus dem Unterricht. Er legt drei Arzneimittelbilder nebeneinander, damit die Unterschiede sichtbar werden – so, wie wir es in den Kursen tun.
Er ist keine Empfehlung und keine Anleitung zur Selbstanwendung. Welches Mittel zu einem Menschen gehört, zeigt sich am Menschen und nicht an einer Liste. Diese Entscheidung gehört in die Hände eines erfahrenen Homöopathen.
Arsenicum album
Gemüt: große Unruhe und Angst. Todesangst, Existenzangst, Angst um das Geld. Reizbar, mürrisch.
Allgemein: große Schwäche bei gleichzeitiger Unruhe. Wechselt ständig die Lage. Brennende Schmerzen.
Besserung: durch Wärme, durch heiße Getränke, durch warme Anwendungen.
Verschlimmerung: nach Mitternacht, gegen ein bis zwei Uhr.
Frost: friert anfangs, möchte Wärme und zugedeckt sein, auch im Fieber.
Das Kennzeichen ist die Verbindung von Schwäche und Unruhe. Wer nur schwach ist, liegt still. Arsenicum liegt nicht still.
Gelsemium sempervirens
Frost: läuft wellenartig den Rücken hinauf und hinunter.
Kopf: Schmerzen, die im Nacken beginnen. Kalte Füße bei heißem Kopf und Gesicht.
Augen: Schwere der Lider, Sehstörungen.
Schwindel: breitet sich vom Hinterkopf aus.
Allgemein: Schwäche, Zittern, Schläfrigkeit.
Gemüt: Bedürfnis nach Ruhe. Furcht vor schlechten Nachrichten. Erwartungsspannung.
Hier ist die Schwäche schwer und schläfrig. Wo Arsenicum umherwandert, möchte Gelsemium in Ruhe gelassen werden.
Streptococcinum
Eine Nosode aus dem tuberkulinischen Miasma.
Besserung: im Freien, bei Bewegung an frischer Luft.
Gesicht: bei roten Wangen kann der Mundbereich blass wirken.
Allgemein: Schwäche, Gliederschmerzen.
Empfindlich: gegen Zugluft, Lärm, Licht.
Gemüt: weniger eigenwillig als Tuberculinum. Gute Manieren, leicht weinerlich, hoffnungslos.
Das tuberkulinische Kennzeichen ist die Besserung an der frischen Luft. Es ist das einzige der drei Bilder, das hinaus möchte.
Was die drei unterscheidet
Alle drei kennen die Schwäche. Sie unterscheiden sich darin, was der Mensch mit ihr macht.
Arsenicum wird unruhig.
Gelsemium wird schwer.
Streptococcinum möchte an die Luft.
Diese eine Frage bringt im Unterricht oft mehr Klarheit als eine lange Liste von Symptomen.
Eure Kati
Kati Kohlmann ist seit 1999 als Heilpraktikerin tätig und führt ihre Praxis in Blankenhain. Seit Oktober 2012 leitet sie dort die Schule für Homöopathie und Heilkunst. Dieser Text ersetzt keine ärztliche Diagnose und keine ärztliche Behandlung.



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